Thursday 23. February 2012

Inhalt:


Energieversorgung im Jahr 2050 in Österreich

Mit Hilfe der Methode "Szenariotechnik" beschäftigen sich die SchülerInnen mit den sozialen, politischen und ökologischen Auswirkungen hinsichtlich der Wahl der zukünftigen Energieversorgung und erarbeiten einen Maßnahmenkatalog, um eine positive Entwicklung zu erreichen. Die Unterrichtsidee eignet sich zur Umsetzung des Unterrichtsprinzips Politische Bildung z.B. im Rahmen von Biologie.

Dauer 2 bis 3 Unterrichtseinheiten
Schulstufe ab der 10. Schulstufe
Methoden Szenariotechnik, Gruppenarbeit, Diskussion

Materialien

Kopiervorlagen in ausreichender Stückzahl, Flipchartpapier und Stifte
Downloads
Kopiervorlagen: Fragenkatalog für Extremszenarien und Maßnahmenkatalog
Kompetenzen
Sachkompetenz, Methodenkompetenz, Handlungskompetenz
Lehrplanbezug

Auszug aus dem Lehrplan Biologie und Umweltkunde der AHS Oberstufe:

Einblick in das Spannungsfeld Ökologie – Ökonomie; an Hand eines ausgewählten regionalen oder globalen Beispiels betreffend Energie ... die Charakteristika nachhaltiger Entwicklung kennen lernen und Realisierungsmöglichkeiten diskutieren.

Quelle / Autor

polis aktuell 2011/5:

Atomkraft pro und contra. Ideen zum fächerverbindenden Unterricht in Politischer Bildung. Zentrum polis (Hg.), 2011.

Nach einer Idee des FORUM Umweltbildung in leicht adaptierter Fassung:

www.umweltbildung.at/cgi-bin/cms/af.pl?topkatid=77

 

 

Zielsetzung

Die Entwicklung von Szenarien ermöglicht es SchülerInnen, Entwicklungschancen und Gestaltungsmöglichkeiten wahrzunehmen und sich mit den Konsequenzen auseinanderzusetzen. Im konkreten Beispiel werden die SchülerInnen mit den sozialen, politischen und ökologischen Auswirkungen hinsichtlich der Wahl der Energieversorgung konfrontiert.

 

Ablauf

Bei diesem Unterrichtsvorschlag handelt es sich um eine reduzierte Form der Szenariotechnik.

 

1. Erstellen von Extremszenarien:

Die SchülerInnen werden in Kleingruppen (ca. fünf SchülerInnen pro Gruppe) aufgeteilt. Ihre Aufgabe ist es, zum Thema „Energieversorgung im Jahr 2050 in Österreich" (bezugnehmend auf europäische und internationale Entwicklungen) ein positives und ein negatives Extremszenario zu erstellen. Ein positives Extremszenario beschreibt die bestmögliche, ein negatives Extremszenario die schlechtestmögliche Entwicklung. Es sollte darauf geachtet werden, dass die Zukunft realistisch bleibt. Als Hilfestellung kann der Fragenkatalog für Extremszenarien dienen. Nach der Erarbeitung der Extremszenarien wird in jeder Gruppe eine Person bestimmt, welche das Szenario der gesamten Klasse vorstellt. Danach besteht die Möglichkeit, darüber zu diskutieren.

 

2. Entwicklung konkreter Maßnahmen in Richtung positives Extremszenario:

Die Schüler und Schülerinnen arbeiten wieder in denselben Kleingruppen und setzen sich mit den Konsequenzen aus den zuvor entwickelten positiven Extremszenarien auseinander. Anhand
der Tabelle (Vorlage Maßnahmenkatalog) sollen sie Ideen erarbeiten, welche kurz-, mittel- und
langfristigen Maßnahmen notwendig sind, um eine positive Entwicklung zu erreichen, und welche Beiträge Einzelne, Vereine, Parteien, die Gemeinde, der Staat oder Europa zur Realisierung der Ziele leisten können (z.B. Ziel: Förderung alternativer Energieträger; Maßnahme: Subventionen von Solaranlagen, finanzielle Unterstützung der Forschung auf dem Gebiet der erneuerbaren Energie; Zeitraum: kurzfristig; AkteurInnen: Staat). Die Ergebnisse werden wieder der gesamten Klasse präsentiert und anschließend diskutiert.

 

3. Feedbackrunde über die Arbeit mit der Szenariotechnik:

Die SchülerInnen haben die Möglichkeit, sich über die Methode zu äußern, was ihnen gut an der Szenariotechnik gefallen bzw. missfallen hat.

Zentrum polis - Politik Lernen in der Schule, Helferstorferstraße 5, 1010 Wien
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Auftraggeber: polis arbeitet im Auftrag des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur (Abteilung Politische Bildung).
Projektträger: Projektträger ist der Ludwig Boltzmann Institut für Menschenrechte-Forschungsverein.
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