Energieversorgung im Jahr 2050 in Österreich
| Dauer | 2 bis 3 Unterrichtseinheiten |
| Schulstufe | ab der 10. Schulstufe |
| Methoden | Szenariotechnik, Gruppenarbeit, Diskussion |
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Materialien |
Kopiervorlagen in ausreichender Stückzahl, Flipchartpapier und Stifte |
| Downloads |
Kopiervorlagen: Fragenkatalog für Extremszenarien und Maßnahmenkatalog |
| Kompetenzen |
Sachkompetenz, Methodenkompetenz, Handlungskompetenz |
| Lehrplanbezug |
Auszug aus dem Lehrplan Biologie und Umweltkunde der AHS Oberstufe: Einblick in das Spannungsfeld Ökologie – Ökonomie; an Hand eines ausgewählten regionalen oder globalen Beispiels betreffend Energie ... die Charakteristika nachhaltiger Entwicklung kennen lernen und Realisierungsmöglichkeiten diskutieren. |
| Quelle / Autor |
Atomkraft pro und contra. Ideen zum fächerverbindenden Unterricht in Politischer Bildung. Zentrum polis (Hg.), 2011. Nach einer Idee des FORUM Umweltbildung in leicht adaptierter Fassung: |
Zielsetzung
Die Entwicklung von Szenarien ermöglicht es SchülerInnen, Entwicklungschancen und Gestaltungsmöglichkeiten wahrzunehmen und sich mit den Konsequenzen auseinanderzusetzen. Im konkreten Beispiel werden die SchülerInnen mit den sozialen, politischen und ökologischen Auswirkungen hinsichtlich der Wahl der Energieversorgung konfrontiert.
Ablauf
Bei diesem Unterrichtsvorschlag handelt es sich um eine reduzierte Form der Szenariotechnik.
1. Erstellen von Extremszenarien:
Die SchülerInnen werden in Kleingruppen (ca. fünf SchülerInnen pro Gruppe) aufgeteilt. Ihre Aufgabe ist es, zum Thema „Energieversorgung im Jahr 2050 in Österreich" (bezugnehmend auf europäische und internationale Entwicklungen) ein positives und ein negatives Extremszenario zu erstellen. Ein positives Extremszenario beschreibt die bestmögliche, ein negatives Extremszenario die schlechtestmögliche Entwicklung. Es sollte darauf geachtet werden, dass die Zukunft realistisch bleibt. Als Hilfestellung kann der Fragenkatalog für Extremszenarien dienen. Nach der Erarbeitung der Extremszenarien wird in jeder Gruppe eine Person bestimmt, welche das Szenario der gesamten Klasse vorstellt. Danach besteht die Möglichkeit, darüber zu diskutieren.
2. Entwicklung konkreter Maßnahmen in Richtung positives Extremszenario:
Die Schüler und Schülerinnen arbeiten wieder in denselben Kleingruppen und setzen sich mit den Konsequenzen aus den zuvor entwickelten positiven Extremszenarien auseinander. Anhand
der Tabelle (Vorlage Maßnahmenkatalog) sollen sie Ideen erarbeiten, welche kurz-, mittel- und
langfristigen Maßnahmen notwendig sind, um eine positive Entwicklung zu erreichen, und welche Beiträge Einzelne, Vereine, Parteien, die Gemeinde, der Staat oder Europa zur Realisierung der Ziele leisten können (z.B. Ziel: Förderung alternativer Energieträger; Maßnahme: Subventionen von Solaranlagen, finanzielle Unterstützung der Forschung auf dem Gebiet der erneuerbaren Energie; Zeitraum: kurzfristig; AkteurInnen: Staat). Die Ergebnisse werden wieder der gesamten Klasse präsentiert und anschließend diskutiert.
3. Feedbackrunde über die Arbeit mit der Szenariotechnik:
Die SchülerInnen haben die Möglichkeit, sich über die Methode zu äußern, was ihnen gut an der Szenariotechnik gefallen bzw. missfallen hat.

