Thursday 23. February 2012

Inhalt:


Gesetzes-Tagebuch und Fotoanalyse

Die Schülerinnen und Schüler setzen sich damit auseinander, wie intensiv ihr Alltag durch Gesetze, Verordnungen oder Regeln bestimmt wird. Gleichzeitig reflektieren sie darüber, welche dieser Gesetze sie einhalten, welche nicht, welche Gesetze sie sinnvoll finden und welche sie verändern würden.

Dauer 1 bis 2 Stunden
Schulstufe ab der 8. Schulstufe
Methoden

Einzelarbeit, Kleingruppenarbeit, Diskussion

Materialien / Downloads
je eine Kopie der Arbeitsblätter „Gesetzes-Tagebuch“ [1,65 MB] und „Fotoanalyse“ [4,31 MB] pro SchülerIn
Autorin / Quelle

polis aktuell 2011/4: Gesetze, Zentrum polis (Hg.)

Autorin: Patricia Hladschik

 

Ablauf

  • Erklären Sie den SchülerInnen, dass ihr Alltag von vielen Gesetzen, Verordnungen oder Regeln bestimmt wird bzw. dass es viele Orte gibt, für die es eigene Gesetze gibt (z.B. die Schule). Als Beispiele könnten Sie nennen: 6:30 Frühstück – Lebensmittelgesetz | 7:00 Schulweg – Straßenverkehrsordnung | 8:00 Schule – Schulpflichtgesetz.
  • Geben Sie jeder Schülerin/jedem Schüler eine Kopie des Arbeitsblatts „Gesetzes-Tagebuch“. Die SchülerInnen denken zunächst 15 Minuten alleine darüber nach, welche Tätigkeiten oder Orte, die sie mit gesetzlichen Regelungen verbinden, ihnen einfallen und tragen diese in die Tabelle ein.
  • Teilen Sie danach die Klasse in Kleingruppen. Die SchülerInnen vergleichen in der Kleingruppe ihre Ergebnisse.
  • Sie erstellen gemeinsam ein großes Plakat und versuchen durch Zusammenführen ihrer Ergebnisse sowie Diskussion und Recherche im Internet, möglichst für jede Stunde des Tages eine Tätigkeit, die durch ein Gesetz geregelt ist, oder einen Ort, für den bestimmte Gesetze gelten, zu finden.
  • Als Hilfestellung könnten die SchülerInnen auch überlegen, welche Gesetze oder Regeln sie zu welchem Zeitpunkt theoretisch übertreten könnten (bei Rot über die Ampel gehen, den Kot des Hundes nicht entsorgen, unentschuldigt dem Unterricht fernbleiben etc.).
  • Danach werden die Ergebnisse der einzelnen Gruppen verglichen.
  • Überprüfen Sie, ob es die von den SchülerInnen genannten gesetzlichen Regelungen tatsächlich gibt.
  • Diskutieren Sie mit den SchülerInnen folgende Aspekte:
    - Finden die SchülerInnen die von ihnen benannten Gesetze sinnvoll? Warum? Warum nicht? Warum hat der Gesetzgeber dieses Gesetz wohl für sinnvoll erachtet?
    - Halten sich die SchülerInnen an alle von ihnen genannten Gesetze? In welchen Fällen entscheiden sie sich dafür, ein Gesetz nicht einzuhalten? Warum?
    - Gibt es überhaupt Lebensbereiche, zu denen den SchülerInnen kein Gesetz eingefallen ist? Wenn ja, welche sind das? Was könnte der Grund dafür sein?
  • Zur Festigung oder als Einstieg können die SchülerInnen in Einzelarbeit oder zu Hause das Arbeitsblatt Fotoanalyse ausfüllen.

Variante: Die SchülerInnen beobachten einen Tag lang ihre Handlungen und füllen das Arbeitsblatt Gesetzes-Tagebuch in Einzelarbeit zu Hause aus.

Zentrum polis - Politik Lernen in der Schule, Helferstorferstraße 5, 1010 Wien
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Auftraggeber: polis arbeitet im Auftrag des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur (Abteilung Politische Bildung).
Projektträger: Projektträger ist der Ludwig Boltzmann Institut für Menschenrechte-Forschungsverein.
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