Wednesday 8. February 2012

Inhalt:


Alle Menschenrechte für alle

In großen Gruppen erarbeiten die SchülerInnen einen eigenen Grundrechtskatalog. In einer weiterführenden Übung kann dieser erarbeitete Grundrechtskatalog mit der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte verglichen werden.

Dauer 2 bis 3 Stunden
Schulstufe 9.-13. Schulstufe
Methoden Konsensbildung in immer größeren Gruppen, geordnete Diskussion
Materialien
  • Tafel oder Flipchart für die Plenumsdiskussion
  • Für die Weiterarbeit Text der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte im Original oder in vereinfachter Form (siehe Downloads)
Quelle Servicestelle Menschenrechtsbildung (nunmehr Zentrum polis) (Hg.): Alle für Alle. Universalität der Menschenrechte, Nr. 18, März 2004.

 

Zielsetzung

 

Die SchülerInnen

  • erkennen, wie sehr Menschenrechte in ihrem eigenen Erleben und Bewusstsein verankert sind,
  • entdecken, wie leicht diese Prinzipien universell auf alle anwendbar sind,
  • machen sich gleichzeitig mit dem oft schwierigen Prozess der Konsensbildung und der Kompliziertheit einzelner menschenrechtlicher Fragen vertraut.

 

Ablaufbeschreibung

 

  • Erklären Sie kurz den Begriff der Menschenrechte oder erarbeiten Sie eine Definition gemeinsam mit den SchülerInnen. Vermeiden Sie dabei aber nach Möglichkeit, Beispiele zu nennen. 
  • Danach bilden die SchülerInnen Paare. Zu zweit sollen sie nun innerhalb von etwa 20 Minuten eine Liste von Rechten erstellen, die sie selbst für grundlegende, für alle Menschen auf der Welt gleichermaßen gültige Menschenrechte halten. Die SchülerInnen sollen sich dabei vor allem vom eigenen Rechtsempfinden leiten lassen und nicht so sehr auf politische Realitäten Rücksicht nehmen.
  • Im nächsten Schritt gehen jeweils zwei und zwei Paare zusammen und haben nun den Auftrag, ihre beiden Grundrechtslisten zu einer gemeinsamen zu vereinen. Das Ziel ist zu einer Einigung zu gelangen. Danach vereinen sich jeweils zwei Vierer-Gruppen zu einer Achter-Gruppe und verhandeln wieder — auf der Grundlage der beiden neuen Listen — einen gemeinsamen Katalog aus.
  • Dieser Prozess wird so lange fortgesetzt, bis nur noch zwei große Gruppen übrig sind. Diese erstellen nun im Rahmen einer Plenumsdebatte einen gemeinsamen Grundrechtskatalog der ganzen Klasse.

 

Varianten und Weiterarbeit:

siehe Downloads

 

Diese Kommunikationsübung ist auch gut für den fortgeschrittenen Fremdsprachenunterricht geeignet.

 

Downloads

 

 

 

Varianten [14 KB]

 

Weiterarbeit [11 KB]

 

 

Links + Medientipps

 

Themendossier Menschenrechte

 

Unterrichtspaket Menschenrechte unterrichten

Stuttgart: agora-wissen, 2003.

Das Unterrichtspaket besteht aus einer CD-Rom, einem Foliensatz, einem Gruppenpuzzle, Lernmaterialien und Internetaufgaben (inkl. Arbeitsblätter für selbstständige Recherche).

Estàlos. Menschenrechte auf dem Spiel. (1998).

Brettspiel, Rollenspiel. Zürich: Stiftung Kinderdorf Pestalozzi.

Im ersten Teil, dem Brettspiel, können sich die MitspielerInnen in die Situation von sechs Jugendlichen und ihren täglichen Kampf ums Überleben in der Großstadt versetzen. Im zweiten Teil, einem Rollenspiel, finden Wahlen in Estàlos statt. Die Jugendlichen haben die Möglichkeit, Lösungsvorschläge zur Verbesserung der Menschenrechtssituation zu unterbreiten. Im Verleih bei Baobab.

Sehr nützliche Informationen, Online-Texte und Literaturhinweise gibt es auf der Schweizer Informationsplattform www.humanrights.ch.

Zentrum polis - Politik Lernen in der Schule, Helferstorferstraße 5, 1010 Wien
T 01/42 77-274 44 | F 01/42 77-274 30 | service@politik-lernen.at

Bürozeiten: Mo-Fr 10.00-16.00 Uhr
Auftraggeber: polis arbeitet im Auftrag des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur (Abteilung Politische Bildung).
Projektträger: Projektträger ist der Ludwig Boltzmann Institut für Menschenrechte-Forschungsverein.
Zentrum polis - Politik Lernen in der Schule, Helferstorferstraße 5, 1010 Wien
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